Motor & Technik

Auto Test USA

24.10.2008 - Autotest des neuen Mazda CX9 auf der „Sun-Land-Tour“ durch die USA

1.8.2008 Ein großes Abenteuer nicht nur technischer sondern auch kultureller Natur sollte die Testfahrt des Mazda CX9 quer durch die USA werden. Sorgfältig wurde daher am ersten Tag des Abenteuers dafür Sorge getragen, dass auch wirklich alle notwendigen Gerätschaften mit an Bord waren für einen Trip, der durch Wald und Feld, teils zwischen wilden hohen Bäumen hindurch teils an friedvollen Landschaften vorbei, führen sollte.
Natürlich kamen wir auf unserem Weg auch an großen Städten vorbei und fanden die Zeit der berühmtesten davon einen Besuch abzustatten: Atlanta, Heimat des berühmten TV-Senders CNN; aber auch von Coca Cola World. Es war ein großes Vergnügen das Coca-Cola- Museum zu besichtigen und mehr darüber herauszufinden, wie dieses Getränk 1886 von einem Chemiker entdeckt wurde.
Später verlies der Mazda CX9 die Stadt wieder um Kurs auf Atlantas Motorrennbahn zu nehmen, wo uns deutlich wurde, wie interessant und berühmt NASCAR ist; die Rennbahn hat jeden Tag für Besucher geöffnet und es ist möglich mit einem Führer eine Tour auf der Rennstrecke zu machen (Länge 1,2 Meilen mit einem 34 Grad Winkel).
Nach einer äußerst interessanten Tour auf der Rennstrecke wurde es dann aber wieder Zeit sich in den Mazda CX9 zu begeben, diesen hoch-komfortablen Geländewagen, der sehr professionell mit Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet ist, insbesondere durch seine umfassende elektronische Ausstattung, z.B. pfeilförmigen Lichtern auf dem äußeren Seitenspiegel mit eingebautem Sound-Effekt, falls ein anderes Auto zu nahe heranfährt.

Die weitere Strecke in Richtung Süden war ebenfalls sehr schön. Zunächst blieben wir auf den ausgebauten Autobahnstrecken, die mit jeweils 5 Spuren in jede Richtung führten, danach ging es hinein in den Wald. Dank der Tom Tom GO930T hatten wir keinerlei Probleme uns schnell und sicher zu bewegen und konnten jederzeit auch die Vorteile des Allrad-Antriebes genießen. Wir verließen den Staat Georgia und die große Gastfreundschaft der „Homewood“-Suiten in Buchead und erreichten die Grenze zu Florida, wo wir auf der I75 Süd nach St. Augustine weiterfuhren, eine sehr elegante Stadt, wo die Überreste der Spanischen Herrschaft immer noch deutlich zu sehen sind. Das alte Zentrum ist im spanischen Stil gebaut. Zu sehen waren viele kleine Straßen mit individuellen Geschäften. Am berühmtesten aber ist San Marcos Castle, das bereits zwischen 1672 und 1695 errichtet wurde. Um die ganze Stadt zu sehen, legten wir eine Rast am Leuchtturm von St. Augustine ein, wo sich nicht nur ein interessantes Museum befindet, sondern man auch von der Spitze des Leuchtturms, der zwischen 1871 und 1874 gebaut wurde, einen umwerfenden Blick über die gesamte Gegend werfen kann.
Die Leuchttürme sind nicht nur sehr Wichtig für die Schiffahrt, sie sind auch auf dem Landweg sehr gut zu erreichen, weswegen wir von St. Augustine mit dem Mazda CX9 der Strecke 1 Grad nach Süden folgten bis zum Ponce Intel, dem Leuchtturm in nächster Nähe zur Daytona Beach. 203 Stufen sind es bis zur 54 Meter hohen Spitze, die während der indischen Vorherrschaft in dieser Region errichtet wurden. Von diesem Leuchtturm am atlantischen Ozean aus ist es nicht mehr weit bis zum nationalen Waldgebiet, wo wir den Mazda CX9 erneut über Sandige Spuren mänövrierten, eng vorbei an hohen Bäumen und Palmen, während wir eine atemberaubende Artenvielfalt an Vögeln beobachten konnten.
Ein kleines Problem sorgte für eine Unterbrechung der Fahrt, als wir in einer Gegend mit sehr weichem Sand plötzlich stecken blieben. Nach einem Anruf auf der Notnummer erreichten uns aber fast augenblicklich 4 Autos aus Sheriff Lake Country, um uns zu helfen den Mazda CX9 wieder herauszuziehen. Meine Hochachtung für diese freundliche und hilfsbereite Rettungsaktion!
Nach diesem kleineren Abenteuer mitten im größeren Abenteuer, der Erfahrung des „Sun Land“ hautnah, folgten wir der Spur zum südlichen Ende des Ocala National Forest bis Orlando, wo sich der Lebensstil von allem bisher erlebten völlig unterscheidet und einem die Welt wie im Traum erscheint. Die naturbelassene Landschaft wird dort ersetzt durch wundervolle Gärten und riesige Parks. Dort können sich die Touristen nicht nur amüsieren, die Kinder können auch eine Menge lernen über Tiere, die Meereswelt, Krokodile und Vögel. Alle diese Möglichkeiten finden sich im magischen Disney World.
In Orlando sind fast alle Einwohner in der Tourismusbranche tätig. Zahlreiche Tourismusfilialen sind dort präsent und das ganze Leben dort läuft in völlig anderen Bahnen als anderswo. Es ist eine großartige Erholungsmöglichkeit, sich in einer der netten Ortschaften niederzulassen, wie dem privaten Badeort Ginn Reunion, wo Friede und Entspannung groß geschrieben werden. Ein etwas anderer aber nicht weniger großartiger Rastplatz ist „Orlando international Drive“, wo das Leben etwas schneller verläuft und rund um seine Burg herum eine ganz besondere Atmosphäre herrscht.
Mit dem Tom Tom GO903 ist es ein Leichtes bergauf und bergab zu fahren und die weiten leeren Straßen hier sind zusätzlich ein großartiges Erlebnis.
Um noch einmal neue Erfahrungen mit dem NASCR Renn-Auto zu machen ging es danach weiter nach Daytona. Auf der dortigen Rennbahn gibt es eine sehr gute Fahrschule, in der gelehrt wird, wie man mit einem solch wundervollen Auto richtig umgeht. Und das kann man nur wirklich jedem empfehlen. Wow! Es fehlen mir die Worte, eine so elegante und doch heftige Erfahrung zu beschreiben: 2 Tage lang nehmen äußerst professionelle Lehrer dieser Schule die Neuankömmlinge unter ihre Fittiche; alle sind ausgesprochen nett und hilfsbereit. Im ersten Teil des Unterrichts gibt es alle nötigen theoretischen Erklärungen zum Thema und zusätzlich ein wenig Geschichtsunterricht über die Renn-Historie von Daytona. Dann geht es live in 3 Runden mit dem Fahrlehrer über die Rennbahn. Und schließlich darf einer nach dem anderen selber ein Rennauto steuern. Langsam geht es zunächst aus der Box heraus und dann mit jeder gefahrenen Runde schneller und schneller um die Rennbahn. Es ist eine unglaubliche Erfahrung. Ein Rennauto mit 600 hp im Motor und einer Geschwindigkeit von 180 Meilen in der Stunde zu fahren kann man nicht einfach so beschreiben, aber sicher ist es ein Erlebnis, dass es wert ist nach Daytona zu fahren.
Das SunLand 2008-Projekt im Mazda CX9 nimmt seinen Weg weiter in den Süden von Florida vorbei an allen 22 Inseln, auch Keys genannt. Es gibt nur eine Straße, Straße Nummer 1, die in Florida City beginnt und am Key West nach 217 Meilen endet. Dieser Teil des Landes ist insbesondere bekannt für sein interessantes Meeres-Leben. Neben zahllosen Instituten für Wissenschaft und Meeresbiologie kann man auch einen Besuch im Unterwasserpark wagen. Mit unserem Mazda CX9 fuhren wir jedoch zunächst zum Key Largo und erst später zum Key West, dem südlichsten Punkt der USA. Key West ist eine ganz besondere Insel, wo wirklich alles auf dem Meer begründet ist. Dort angekommen führte uns unser Weg zum Leuchtturm und zum Ernest- Hemmingway- Haus, wo man im dazugehörigen Museum erleben kann, wie Ernest Hemmingway tatsächlich gelebt hat. Live vorhanden sind auch noch all seine Katzen.
Ein anderes sehr bedeutendes Museum in dieser Gegend ist das Mel Fisher Museum, wo man einige Überreste und Gerätschaften von dem spanischen Schiff Nuestra Senora de Atoch besichtigen kann. Sehr berühmt ist außerdem Mellory Square, wohin viele Menschen am Abend wandern, um den Sonnenuntergang zu betrachten.
Erst nachdem wir mit dem Mazda CX9 sämtliche Straßen des Key West befahren hatten, ging es auf dem Highway Nummer 1 wieder Richtung Norden weiter, hin zum Everglades Park, der insbesondere für seine Alligatoren berühmt ist. Außerdem lebt hier der Indianerstamm der Mikkosuki deren Dörfer auch für Touristen offen stehen. Eine weitere Attraktion ist ein sehr großes und sehr spezielles von den Einwohnern selbst gebautes Auto, das dazu benutzt wird, sich innerhalb der Region auch im Wasser fortzubewegen.
Nach noch mehr Autobahnkilometern, diesmal Richtung Nordwesten, erreichten wir zuerst Naples, danach St. Petersburg, dessen Schönheit einen wirklich überraschen kann. Hier ging es zunächst durch den Fort Desoto Park, eine Nationalreservat, das aber mit dem Auto, Motorrad oder Fahrrad durchquert werden darf und wo man die Möglichkeit hat ein Picknick zwischen Tauben, Eichhörnchen und Waschbären zu machen. St. Petersburg eröffnet seinen Touristen zahllose Möglichkeiten. Sehr interessant sind auch das Salvatore Dali Museum, das Kunst-Museum und das historische Museum. Eine gute Idee ist es ferner das weitläufige Gebiet rund um den Jachthafen abzuwandern.
Nicht weit entfernt von St Petersburg befindet sich Tarpons Springs, ein griechisches Dorf, wo die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes mit den Meeresschwämmen leben und arbeiten. An den Docks gibt es viele Boote, die jeden Tag Sporttaucher aufs Meer hinaus fahren um per Hand die Schwämme bis zu 60 Metern Tiefe einzusammeln. Alle Details über die Meeresschwämme erfuhren wir von George Billirs, einem sehr netten 81 Jahre alten Mann, der diese Aktivität in Tarpon Springs zur Blüte brachte und die Schwämme rund um den Globus herum exportiert. Er lernte dieses Handwerk von seinem Vater und hielt dessen 1904 gegründete Fabrik bis heute ununterbrochen in Betrieb.
Die griechische Gemeinde ist insgesamt sehr stark in dieser Region, so dass die Straßen mit ihren weiß-blauen Häusern und vielen Restaurants fast ein wenig an Mikonos und Santorini erinnern. Außerdem ist die Ortodoxe Kirche hier die größte in den Vereinigten Staaten.
In der Nähe von Tarpon Springs ist Clearwater. Dort besuchten wir ein Aquarium, in dem verwundete Delphine und Schildkröten versorgt werden. Das derzeit wichtigste Projet dort ist „Winter“, ein Delphin, der nachdem er einen schweren Unfall überlebte nun ohne seine Rückenflosse schwimmt.
Die nächste Station des Mazda CX9 nach diesem Erlebnis ist das Tampa Bay Automobil-Museum, wo uns Alain Clerf begrüßte, einem sehr netter Franzose, das Museum der aus Liebe zu Autos und ihrer Geschichte vor drei Jahren eröffnete. Zu besichtigen sind interessante Modelle von überall auf der Welt, darunter auch einige Mercedes-Modelle, die man sonst nicht einmal im Stuttgarter Museum zu Gesicht bekommt, wie den Mercedes 170H oder H130. Auch der erste Audi, genannt DKW Meisterklasse oder Tatra T97 sind hier vertreten.
All diese Stationen auf mehr als 4000 km mit dem Mazda CX9 zu besuchen war nicht nur äußerst interessant, sondern machte einen unglaublichen Spaß und war teilweise einfach atemberaubend; Der Mazda CX9 ist größer als der CX7, 23 cm in der Länge und 15 cm in der Breite. Er ist darüber hinaus ausgesprochen komfortabel. Nicht nur auf der Autobahn, sondern auch Off- Road, als Geländewagen, fühlt man sich nach einem solchen Trip in ihm kein Bisschen müde sondern im Gegenteil, großartig.

Technische Details:
Mazda CX9: Benzinmotor, 3,7 Liter 6 Zylinder mit 287 hp, 6-Gang Automatikgetriebe,
Fahrt: 3616 Meilen mit 202 Gallonen Treibstoff

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