Motor & Technik

CHAPEAU!!!

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02.03.2007 - Es kommt immer anders... vor allen Dingen als man denkt. Noch bevor die Dakar begann, erlebten wir sowohl den größten Schrecken eines jeden Rallyefahrers als auch den Glücksfall par exellance.

Einen waschechten Race Touareg, baugleich mit den VW Servicefahrzeugen der Rallye Dakar und Schmuckstück aus einer limitierten Serie von 18 Fahrzeugen nach FIA-Reglement, nennen wir als Presseteam unser eigen. Bereits in der Vorwoche in Lissabon mit Mann und Maus angekommen, freute sich unser Team auf einen spannenden Start. Dann kam am Freitag Mittag der Schock: Unter dem Auto lag eine nicht zu verleugnende Lache Öl.

17 Stunden vor Start saßen die drei Teammitglieder, Off-Road-Fahrspezialist Axel Taubenreuther, Kollege Frank Uijlenbroek und Uwe Hevert entsetzt und ratlos in der Lobby des Hotels zur Krisenbesprechung. Die VW-Werkstatt hatte eine niederschmetternde Diagnose mitgeteilt: der Kurbelwellensimmering war undicht und vor Dienstag nicht mehr zu reparieren.

Sollte man das Risiko der Fahrt trotzdem auf sich nehmen oder nicht? Wir entschieden uns gegen den Start und für eine Reparatur, koste es was es wolle, in diesem Fall das kostbarste Gut einer Rallye: die Zeit. Ein Anruf bei Uwe Baldes, VW-Motorsport Presseleiter, brachte Hoffnung: Obwohl wir ihn inmitten eines VIP-Essens um 18 Uhr erwischt hatten, nahm er sich die Zeit die gigantische Hilfmaschinerie für uns unverzüglich in Gang zu setzen.

Keine drei Stunden später untersuchte Herr Almeno Costa, Chefmechaniker des VW Generalimporteurs CERVAG, unseren Wagen und versprach uns, den Schaden umgehend zu beheben - allerdings unter der Voraussetzung, dass die entsprechenden Ersatzteile vorhanden seien.

Vom Regen in die Traufe. Was nun? In Lissabon waren die Teile über das Wochenende nicht aufzutreiben. Wieder einmal griff Deus Ex Machina Uwe Baldes in das Geschehen ein. Innerhalb von 24 Stunden stand in unserer Hotellobby ein Paket mit allem was unser Herz begehrte. Nicht nur Ersatzteile, sondern auch die benötigten Werkzeuge waren alle komplett. Hurrah! Aber eins machte uns doch stutzig: Das Paket kam aus Ungarn. Unglaublich! Da die Teile in Deutschland am Wochenende nicht zu bekommen waren, hatte man kuzerhand die Kollegen aus Budapest damit beauftragt und das Paket einfliegen lassen.

Am Montag um 13 Uhr waren alle Reparaturen abgeschlossen und wir konnten uns auf den 1400 Kilometer langen Spurt nach Quarzazate machen, wo wir uns dem Rallyetross endlich anschließen konnten.

Unser gesamtes Team möchte sich für eine schnelle und logistische Meisterleistung ganz herzlich bedanken bei: Herrn Baldes, Herrn Mazen, Herrn Alfaia de Carvalho (Cervag Generalmanager) sowie dem VW Motorsport Geschäftsführer Kris Nissen und Wolfgang Dressler

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