Motor & Sport

Abu Dhabi Dessert Challenge 2015

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10.04.2015 - Minis dominieren in Abu Dhabi, Coma gewinnt bei den Bikes

Die 25. Abu Dhabi Dessert Challenge fand vom 30. März bis 2. April in der arabischen Wüste statt. Das Rennen ist der erste Lauf für die FIA-Rallye-Weltmeisterschaft. Erstmals in der Geschichte des Off-Road Rallye-Sports fuhren die Autos ihren Prolog auf der Formel-1-Rennstrecke „Yas Island“. Die Motorrad-Piloten fuhren die Strecke wegen der Stollenreifen nur spaßeshalber. Die fünfte und letzte Etappe musste wegen eines Sandsturms ausfallen. Bei den Autos gewann Vladimir Vasilyev im Mini, bei den Bikes Marc Coma auf KTM.
 
 Autos

Am Ende der sehr sandreichen Dessert Challenge war eigentlich klar, dass Nasser Al-Attiyah die Kühlerhaube seines Mini mit der schnellsten Zeit ins Ziel gebracht hatte. Der Katari gewann das Rennen dennoch nicht, denn er wurde disqualifiziert! Die Rennleitung stelle bei der abschließenden Kontrolle der Wagen fest, dass Al-Attiyahs Mini einen zu großen Federweg hatte. Ursache dafür waren wahrscheinlich Materialveränderungen durch die hohe Belastung während des Rennens, meint X-Raid-Teamchef Sven Quandt. Nasser Al-Attyiah verließ wutentbrannt die Rennstrecke – den Fehler hätte das Team vor dem Start bemerken können. 
 
Durch das Mißgeschick des Katari rücken die Verfolger um eine Position auf. Die ersten drei Ränge gingen trotzdem an Minis. Die beiden Russen Vladimir Vasilyev und Konstantin Zhiltsov bekommen nun die FIA Weltcup-Punkte für den ersten Platz. Das niederländische Duo Erik van Loon und Wouter Rosegaar klettert auf Rang zwei. Eine sehr starke Leistung zeigte der junge Brite Harry Hunt, der bei seiner ersten Cross-Country-Rallye zusammen mit dem erfahrenen Co-Piloten Andreas Schulz zunächst den vierten Platz einfuhr und später auf Platz drei aufrutschte.
 
Für Stephan Schott lief es leider alles andere als glatt. Auf der vierten Etappe trieb er seinen Mini mit Vollgas über einige Sandzungen, hob von der Fahrbahn ab und überschlug sich achtmal. Schott kam mit einer Fingerstauchung davon, aber sein Mini zerlegte sich in zig Teile. Nur der schützende Käfig war noch intakt.
 
Für das X-Raid-Team belegten die beiden Argentinier Orlando Terranova und Bernardo Ronnie Graue noch Position sechs, Adam Malysz und Rafal Marton beendeten ihren ersten Einsatz im Mini Racing direkt dahinter. Ein siebter Mini mit dem Argentinier Lucio Alvarez und Gabriel Moiset aus Spanien musste leider aufgeben. Moiset hatte bei einem gewaltigen Sprung am ersten Tag eine Rücken-Stauchung erlitten und konnte am zweiten Tag nicht mehr am Rennen teilnehmen.
 
Timo Gottschalk und Yazeed Al-Rajhi kamen mit ihrem Toyota Hilux auf Rang vier, direkt vor ihren polnischen Teamkollegen Marek Dabrowski und Jacek Czachor. 


Endstand Abu Dhabi Desert Challenge Autos
 
 
1. Vladimir Vasilyev / Konstantin Zhiltsov (RUS / RUS) Mini All4 Racing 14:52:48.0
 
2. Erik Van Loon / Wouter Rosegaar (NED / NED ) Mini All4 Racing 15:13:03.0
 
3. Harry Hunt / Andreas Schulz ( GBR / DEU) Mini All4 Racing 15:43:36.0
 
4. Yazeed Al-Rajhi / Timo Gotschalk ( KSA / DEU ) Toyota Hilux Overdrive 16:27:01.0
 
4. Marek Dabrowski / Jacek Czachor ( POL / POL ) Toyota Hilux Overdrive 16:42:41.0
 
6. Orlando Terranova / Bernardo Graue (ARG / ARG ) Mini All4 Racing 16:59:49.0
 
7. Adam Malysz / Rafal Marton ( POL / POL ) Mini All4 Racing 17:11:07.0
 
 
Nasser fuhr nur einen von insgesamt acht Minis bei der Dessert Challenge. Stephan Schott hatte den neuen Beifahrer Xavier Panseri aus Frankreich neben sich, Da sein bewährter Co Holm Schmitt aus geschäftlihen Gründen nicht teilnehmen konnte, Andreas Schulz navigierte den Neuling Harry Hunt aus Großbrittanien durch die Dünen.Die Russen Vladimir Vasilyev und Konstatin Ziltsov und Orlando Terranova und Bernardo Graue aus Argentinien bildeten ein Nationenteam, ebenso wie die Niederländer Erik van Loon und Wouter Rosegaar und die Polen Adam Malysz und Rafal Maron. Schließlich starteten noch Lucio Alvarez aus Argentinien und Gabriel Moiset aus Spanien in einem Mini.
 
 Motorräder
 
Der Zweikampf der großen Hersteller Honda und KTM prägte das Rennen bei den Motorrädern. Am Ende gewann Marc Coma auf KTM vor seinen Teamkollegen Sam Sunderland und Pablo Quintanilla. Auch der vierte Platz ging an KTM. Aber für Honda gewannen Joan Barreda Bort und Pablo Goncalves die zweite und dritte Etappe. Probleme mit der Elektrik warfen beide aber weit zurück, so dass Ricky Brabec auf Rang fünf der beste Honda-Fahrer war.
 
Marc Coma kontrollierte das Rennen mit all seiner Erfahrung. Er gewann die erste Etappe und wurde auf den weiteren zweiter. So musste er nie das Feld anführen und weite Strecken alleine Fahren, sondern konnte immer zum Etappensieger des Vortags aufschließen und Zeit gutmachen.
 
Der Österreicher Matthias Walkner, ebenfalls KTM, gewann die vierte Etappe. Er hätte ebenfalls eine Top-Position erreichen können, aber auf der dritten Etappe erreichte er das Ziel nicht und bekam eine entsprechend hohe Zeitstrafe.
 
Für Stephan Preuss war seine Desert Challenge eher durchwachsen. Der erste Tag lief sehr gut für ihn, er kam auf Rang 20 ins Ziel. Auf der zweiten Etappe verlor er nach der Hälfte des Rennens die Kupplung, was das fahren nicht einfacher machte. Dennoch konnte Preuss den 32. Rang der Gesamtwertung halten. Auf den zwei folgenden Etapppen arbeitete er sich durch konzentriertes, fehlerfreies Fahren immerhin wieder auf Rang 28 nach oben.

Ferdinand Kreidl war vor dem Start zur 1. Etappe nervös: Der Spannungsregler war defekt. Zum Glück war sein Topmechaniker Thorsten Kaiser noch in der Nähe und konnte den Schaden schnell beheben. Kreidl fuhr ansonsten ein besonnenes Rennen und kam am Ende auf Rang 21.
 
Michael Ott-Eulberg startete bereits vor 20 Jahren zum ersten Mal bei der Desert Challenge. Bei der Jubiläumsrallye wollte er auf jeden Fall wieder dabei sein. Er fuhr sogar auf seiner alten Speedbrain-Maschine, die keinerlei Problem machte. Der größte Gegner für Ott-Eulberg war die Hitze. Da der Veteran in den Wintermonaten nicht ausreichend trainieren konnte, war es ihm unmöglich, alle Etappen zu Ende zu fahren. So kassierte er einige Strafstunden, startete aber am nächsten Tag wieder. Ott-Eulberg war mit seiner Rückkehr auf den Sattel sehr zufrieden, auch wenn er auf Endrang 44 als Vorletzter das Rennen beendete.

Endstand Abu Dhabi Desert Challenge Bikes
 
 1.         Marc Coma (SPA) KTM 450 Rally Replica 1                          14:49:05.0
 
2.         Sam Sunderland (GBR) KTM 450 Rally Replica 1                 15:01:00.0
 
3.         Pablo Quintanilla (CHI) KTM 450 Rally Replica 1                 15:09:21.0
 
4.         Ruben Faria (POR) KTM 450 Rally Replica 1                         15:17:06.0
 
5.         Ricky Brabec (USA) Honda CRF 450 Rally 1 J                       15:23:22.0
 
6.         Mohammad Al Balooshi (UAE) KTM 450 Rally Replica 1     15:33:53.0
 
7.         Juan Salvatierra (BOL) KTM 450 Rally Replica 1                   15:52:11.0

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