Motor & Sport

GRAND ERG RALLYE 2014

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12.04.2014 - Das Vorspiel zur 9. Sahara Rallye Grand Erg 2014.

Der Rallye Tross mit über 58 Fahrzeuge hat sich auf den Weg nach Tunesien begeben um die nächsten 11 Tage den Gewinner der Grand Erg Rallye 2014 ausfindig zu machen.

Wer täglich die Berichterstattung mit Photos verfolgen möchte kann dies auf der Startseite

www.granderg.de anschauen, sowie

http://www.grand-erg.de/storage/magazines/mag_2014_prerunner/default.htm

Auch auf der Seite: http://grand-erg.de/infocenter/default_2014.htm
kann man über das Infocenter die Team-Besatzungen sowie Tages- und Gesamtwertung anschauen.

Das Rallye-Adventure Team ist auch vor Ort und wird täglich Bilder unter HYPERLINK "http://www.rallye-adventure.de" veröffentlichen.

Das Abenteuer beginnt.


Nach langer und aufwendiger Vorbereitung war es am 12. April wieder soweit: Die Grand Erg Sahara Rallye 2014 trifft sich im Hafen von Genua.
Alle Teilnehmer und das Organisationsteam kamen ohne Panne oder Unfall in Genua an. Wie bestellt herrschte bestes Wetter und ein Frühstück wartete bereits auf die Teilnehmer. So mussten die Rallye- und Ausreiseformalitäten nicht mit knurrendem Magen erledigt werden.
Dieses Jahr musste ein Teilnehmer nach der Technischen Abnahme an seinem Auto nachbessern. Im Anschluss an die Ankunft in Tunis gab es den Start zur ersten kurzen Etappe nach Nabeul.

Etappe 1:
Von der ersten Etappe gab es traditionell wenig zu berichten. Nach der Fährüberfahrt folgte eine kurze Überführung in den Club Aldiana, von wo aus am nächsten Tag in die erste „echte“ Etappe Richtung Süden gestartet wurde.

Etappe 2:
Am zweiten Tag beginnt die Grand Erg richtig. Die Spezialprüfung führt über 107 Kilometer auf anspruchsvollem, weil wechselhaftem Terrain nach Douz. Tatsächlich gab es die größten Probleme nicht während der Etappe, sondern im Anschluss auf dem 11 Kilometer langen Weg ins Hotel.
Im letzten Sandfeld, kurz bevor es auf die Asphaltpiste ging,fuhren sich 12 Fahrzeuge im Umkreis von 100 Metern fest. „Es war ein großes Bergetreffen“, sagte Organisator Jörg Russler.
Sportlich war die Sache eindeutig: Die schnellsten Fahrer bei den Geländewagen waren Erwin Müller und Hrdina auf ihrem neu aufgebauten Hekla Toyota. Nur knapp gefolgt vom Team Mälzer/Mühlbach auf ihrem Nissan Terrano, die nur 1:24 min später die Ziellinie überfuhren. Den dritten Platz bei den PKWs konnte das deutsch/schweizerische Duo von Krieger/Leardi im Landrover Defender für sich verbuchen.
Doch alle mussten sich in der Gesamtwertung Martin Dechent und Sabine Trapp geschlagen geben. Das Dreamteam konnte mit einer Gesamtzeit von 1:41:08 min den Tagessieg einfahren. Bei den Lkws setzten Paul Kraut und Uwe Essel mit ihrem Unimog die Bestzeit in der schweren Klasse.

Etappe 3:
Die dritte Etappe führte erstmals in den Sand, und zwar durch das gefürchtete Fesh- Fesh Gebiet rund um Sabria. Der staubartige Sand wird selbst von den Einheimischen respektiert. Hier kann man sein Fahrzeug auch in der Ebene bis auf die Bodenplatte festfahren. Das dachten sich die Veranstalter jedenfalls bei der Planung.
Doch es kam anders. Durch die starken Regenfälle der letzten Wochen war der Sand sehr gut fahrbar und so konnten Dechent/Trapp die Vorteile ihres Side by Sides nicht voll ausspielen und mussten sich heute mit dem zweiten Platz begnügen. Der Tagesbeste war der Trophyspezialist Fritz Becker.
Auf der technischen Seite gab es bisher keine größeren Probleme. Eine gebrochene Feder am Unimog von Kraut und Essel, Navigationsausfall beim Mainzer Ehepaar Seip und ein gebrochener Querlenker am Nissan Terrano von Malzer/Mühlbach stellten keines der betroffenen Teams für die nächsten Etappen vor unlösbare Aufgaben.
Einen Sonderpreis für ihren Einsatz bei der Ersatzteilbeschaffung müsste an das Team Schönhofer/Kraus gehen, die gestern mit defektem Radlager an ihrem Mercedes G ins Ziel kamen. Nachdem sie weder im Rallyetross noch in Douz einen Ersatz organisieren konnten, wurde kurzfristig ein Notfallplan ins Leben gerufen. Teamchef Helmut lässt ad hoc einen Freund aus Deutschland einfliegen, um ihn den Rest der Rallye zu begleiten. Bei der Gelegenheit hat der Kollege natürlich das passende Radlager im Gepäck. Selten ist ein Flug nach Tunesien sehnlicher erwartet worden...

Etappe
Heute ging es auf den Dünenrundkurs rund um das Grand Erg Außencamp südlich von Parc Jibiel. Nach einem schnellen Einstieg Richtung Osten über mondartige Ebenen war auch schon der Wendepunkt erreicht, ab dem es in die großen Dünen ging.. Der weiche Sand forderte, von einigen Teams den Einsatz von Schaufel und Sandblech. Am besten mit den Dünen kamen Dechent und Trapp zurecht. Dicht gefolgt vom Vater/Sohn–Duo Fritz und Peter Becker. Den dritten Platz konnten Malzer/Mühlbach mit Ihrem Nissan Terrano für sich verbuchen. In der Gesamtwertung führt damit weiterhin der Polaris Buggy. Auf den Plätzen zwei und drei finden sich mit Malzer/Mühlbach und Münch/Winter zwei erfahrene Sandfahrer, die sicher noch weiter nach vorne wollen.
Außerhalb des eigentlichen Renngeschehens zeigte der Rallye-Fotograf Uwe Hevert vollen Einsatz. Auf dem Weg zum vielversprechenden Foto kippte der Begleit-Toyota, gefahren von Markus Dietz um, drehte sich und schon schwammen die Beiden im Diesel. Keiner wurde verletzt und der Toyo wurde über Nacht wieder gerichtet.

Etappe/6. Etappe
Auf der fünften Etappe wurde das Außencamp J'bil verlassen. Die Etappe führt die Teilnehmer durch ausgedehnte Dünenfelder Richtung Osten mit Ziel Camp Zmela. Die sechste Etappe stand schon im Schatten der Marathon-Etappe Nummer sieben. Die Fahrer bekamen „sandfrei“ und mussten ihre Kfz über einen Pistenrundkurs peitschen. Die Strecke forderte eher die Navigatoren. Beide Etappen gewannen Dechent/Trapp mit dem Polaris.
Etappe
Die heutige Marathon Etappe von 206 KM verlief von Zmela über den verlorenen See- über Tambaine nach Douze. Diese sehr schwierige, mit hohen Dünenfeldern gespickte Etappe war von Organisator Jörg Russler so ausgelegt, dass die Fahrer zwei Tage dafür benötigen.
Die Teilnehmer mussten von 18 Uhr bis morgens um 6 Uhr ihre Fahrzeuge stoppen, entweder an Ort und Stelle, oder an einer Durchgangskontrolle.
Die Teilnehmer konnten nicht mogeln, da ihr Standort in dieser Zeit per GPS überwacht wurde.
Also eine echte Marathonetappe ohne jeglichen Service.
War anfangs der Etappe der Sand noch hart und feucht, was schnelles Vorankommen förderte, wurden mit zunehmendem Tagesverlauf die Dünen immer weicher und schwieriger zu bewältigen.
Teams wie Becker, Seip, Dechent und Müller kamen am besten durch die Dünen und erreichten gegen Abend nach 150 KM die letzte Durchgangskontrolle vor dem Ziel.
Die restlichen 6 Teams legten bereits nach 50 km ihre Nachtpause ein.
Svea von Krieger mit Copilot Uli Leardi schieden schon nach 500 m aus. Sie legten ihren Defender so schräg in ein Dünentrichter, das ihr linker Reifen von der Felge sprang.
Nach erfolgreicher Bergung legten sie den Weg nach Douz über Teerstraße zurück.

Nur das Team Nehmeyer / Pohl musste ihren Jeep Wangler nach 45 KM auf den Besenwagen Hitzler verladen.
Der 2.Marathon-Tag begann um 6 Uhr mit einem Linienstart bei aufkommendem Sandsturm.
Von den 7 Teams, die Douz erreichten, überquerte Seip als Tagessieger vor Becker und Dechent die Ziellinie bei unerträglichen Temperaturen von 48 Grad.
Der Berge MAN 8x8 von Lust sowie der Unimog von Kraut / Essel konnten endlich aus der vorletzten Etappe, fertig repariert, Douz nach über 2 Tagen erreichen.
Für beide wurde ein eigens organisierter Konvoi aus 3 Fahrzeugen mit Sprit, Wasser, Lebensmittel und eingeflogenem Ersatzteil gebildet.
Auch der Challenge Teilnehmer Britz barg den vor 2 Tagen mit Kupplungsschaden liegen gebliebenen Orga-Unimog von Malzer.
Morgen hoffen alle Teilnehmer, das der Sandsturm nachlässt, denn auf die Fahrer wartet wieder eine schwierige Weich-Sand Etappe von120 Km.
Momentaner Stand der Gesamtwertung:

1. Dechent / Trapp
2. Malzer / Mühlbach
3. Seip / Seip
Etappe
Pünktlich zum Start der Etappe nach Douz begann ein Sandsturm. Trotzdem waren fast alle Teilnehmer pünktlich am Start: 12 Rennteilnehmer und 5 Challenge Fahrzeuge.
Zu aller Freude war auch das Team Oberger/Franz, nach vier Tagen Zwangspause wegen technischem Defekt, wieder dabei und auch der MAN Kat von Team Naggy war trotz technischem Handicap am Start.
Die gestarteten Teilnehmer hatten durch den Sandsturm zunächst Schwierigkeiten mit der Navigation. O-Ton Alexandra Seip: „Du hast nichts mehr gesehen und musstest auf volles Risiko fahren“ und Sabine Trapp fügte hinzu: „Durch den Sandsturm war Navigation nur nach GPS Punkten möglich“ Und Navigation war an diesem Tag enorm wichtig, denn eine Abweichung vom Kurs hätte im Salzsee fatale Folgen haben können.
Der Track im Roadbook war so gewählt, dass die Passage auf festem Grund zügig durch den Salzsee führt. Wer abkürzen wollte, musste mit zäher feuchter Pampe rechnen, die die Autos regelrecht festsaugt.
Aber trotz Spurtreue gab es viele Leidende:
Team Malzer/Mühlbach musste auf der Strecke beide Spurstangengelenke wechseln, das Team Oberberger/Franz durfte gleich zweimal Reifenwechsel üben und das Team Kluge/Kluge hatte das erste mal nach Jahren thermische Probleme an Ihrem Toyota.
Malzer/Mühlbach, die als Führende der PKW Wertung in die Etappe gestartet waren, konnten die Verfolger wertvolle Zeit aufholen und den Abstand auf knapp 7 Minuten verkürzen. Doch das hat keinen der Verfolger davon abgehalten, Team Malzer/Mühlbach mit gemeinsamen Kräften zu bergen. Das Team Malzer/Mühlbach hatte kurz darauf die Gelegenheit sich bei einem anderen Teilnehmer zu revanchieren.
Teamgeist und Fairplay war auf dem zweiten sandigen Abschnitt der Etappe auch notwendig. Der feine pulverartige Weichsand war stellenweise fein wie Mehl und hat den Teilnehmern alles abverlangt. Nur durch die gegenseitige Hilfe untereinander konnte diese Herausforderung gemeistert werden und fast alle konnten das Ziel erreichen. Nur das Team Müller/Hridina konnten mit einem Lenkungsdefekt nicht auf eigener Achse das Ziel erreichen.
Scheinbar ohne Konkurrenz hat auch gestern wieder das Team Dechent/Trapp auf dem Polaris Buggy als Erster die Ziellinie überquert und damit die Gesamtführung souverän verteidigt. Bei den PKWs wurde als Erste das Team Seip/Seip gewertet, gefolgt von Becker/Becker und Malzer/Mühlbach.
Bei den LKWs wurde das Team Nagy/Nagy gewertet.
Etappe
Die 9. Etappe führte auf einer 40 Kilometer-Strecke vier mal um Douz herum. Dabei ging es auch durch tiefe Dünen mit weichem Sand. Nur um dort hin zu kommen, musste eine materialmordende Passage mit kurzen harten Wellen gefahren werden.
Der Nissan vom Team Malzer/Mühlbach war mit technischem Defekt an der Kupplung leichte Beute für die Konkurrenz und musste die Führung in der PKW Wertung an das Team Seip/Seip abgeben, die heute auch den Tagessieg eingefahren haben. Das in der Gesamtwertung führende Team Dechent/Trapp hatte mit technischem Defekt an der Hinterradaufhängung den Tagessieg eingebüßt und ist als zweites über die Ziellinie gefahren. Die anspruchsvolle Navigation hat den übrigen Teil dazu beigetragen. Der Gesamtsieg ist dadurch aber nur wenig unwahrscheinlicher geworden.
Der Mercedes G vom Team Becker/Becker kann nur noch durch ein Wunder vom dritten Platz auf Platz zwei der PKW Wertung aufschließen. Die Überraschung des Tages ist dem Team Kraut/Essel gelungen. Mit einem waidwund geschlagen Unimog konnten sie heute auf Platz drei der Tageswertung ins Ziel fahren.
Das war weniger erfreulich für Vater und Sohn Becker, die dadurch auf Platz vier zurückfielen. Hauptgrund dafür war der verpasste Checkpoint und die daraus resultierende Strafzeit. Der Navigationsfehler führte zu mittleren Familienkrisen...
Etappe
Die letzte Etappe über 72,4 Kilometer forderte Material und die Fahrer stärker als erwartet. Die schnelle Strecke war auf einer 20 Kilometer langen, sehr steinigen Passage der Gradmesser für die Abstimmung und Qualität des Fahrwerks. Die Navigatoren waren an diesem Tag weniger gefordert und konnten mit dem einen oder anderen Blick die spektakuläre Landschaft bewundern.
Den Tagessieg konnte das Team Becker/Becker für sich verbuchen. Die Strecke war maßgeschneidert für den Mercedes G von Fritz Becker. Einen weiteren Erfolg konnte das Team Müller/Hrdina feiern, die als zweiter Tagessieger über die Ziellinie fuhren und damit die Rallye mit einer guten Wertung abschließen konnten. Der dritte Platz in der Tageswertung ging an das Team Dechent/Trapp, die mit 40 Sek Vorsprung vor dem Team Münch/Winter ins Ziel fuhren.
Das in der PKW-Wertung führende Team Seip/Seip und das nach wie vor auf Platz zwei der PKW-Wertung liegende Team Mühlbach/Malzer fuhren diese Etappe zügig, aber auf Nummer sicher. Der Abstand nach hinten war mit knapp zwei Stunden komfortabel, aber der Unterschied zwischen Seip/Seip und Malzer/Mühlbach von knapp 10 Minuten war auf dieser Strecke nicht mehr einzuholen: „Auf der Rüttelpiste sind auf dieser Distanz maximal 4 Minuten einzufahren, dann ist das Material aber schon bei 120%“ sagt Navigator Christian Mühlbach.
Gesamt-Wertung der Grand Erg 2014:

1.) 500 Dechent / Trapp Polaris 27:29:43
2.) 106 Seip / Seip Land Rover 32:15:45
3.) 102 Malzer / Mühlbach Nissan 32:35:46
4.) 107 Becker / Becker Mercedes 34:58:27
5.) 101 Münch / Winter Mercedes 36:16:08
6.) 103 Müller / Hrdina Hekla-Toyota 52:02:21
7.) 200 v.Krieger / Leardi Land Rover 59:37:06
8.) 213 Kluge / Kluge Toyota 65:51:32
9.) 400 Nagy / Nagy MAN 73:26:43
10.) 204 Schönhöfer / Krause Mercedes 84:57:22
11.) 105 Oberberger / Franz Land Rover 118:08:03
12.) 401 Kraut / Essel Unimog 126:36:18
13.) 100 Teichmann / Braun Land Rover 129:08:07
14.) 203 Nehmeyer / Pohl Jeep 170:25:02
Gruppen-Wertung T1 (Prototypen):

1.) 106 Seip / Seip Land Rover 32:15:45
2.) 102 Malzer / Mühlbach Nissan 32:35:46
3.) 107 Becker / Becker Mercedes 34:58:27
4.) 101 Münch / Winter Mercedes 36:16:08
5.) 103 Müller / Hrdina Hekla-Toyota 52:02:21
6.) 105 Oberberger / Franz Land Rover 118:08:03
7.) 100 Teichmann / Braun Land Rover 129:08:07
Gruppen-Wertung T2 (Serienfahrzeuge):

1.) 200 v.Krieger / Leardi Land Rover 59:37:06

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