Motor & Sport

Die 35. DAKAR Rallye 2014

04.01.2014 - Start zur 35. Dakar Rallye in Südamerika.

Die Route
In diesem Jahr bietet die Dakar über weite Strecken unterschiedliche Routen für Autos, Quads und Motorräder. Auf insgesamt fünf der 13 Etappen kommen sich die Fahrzeuge nicht in die Quere. Das hat den Vorteil, dass sich die Motorräder und Quads auf schwierigerem Terrain miteinander messen könnnen und nicht die breiten Strassen fahren müssen, die am ende auch die Lastwagen nehmen. Gleichzeitig können die Autos nicht einfach den Spuren der Bikes folgen, sondern müssen selbst navigieren! Nicht zuletzt gibt die getrennte Streckenführung auch ein Sicherheitsplus, denn es kommt seltener zu gefährlichen Überholmanövern.

Neue Grenzen
Auf ihrer Suche nach neuen Strecken und neuen Herausforderungen für die Fahrer haben die Veranstalter nun auch Bolivien entdeckt. Auf dem Weg vom Startpunkt Rosario in Argentinien zum Ziel Valparaiso in Chile wird nur der Motorrad Tross durch den südlichen Teil Boliviens fahren. Die klimatischen und geländebedingten Schwierigkeiten im bolivianischen Hochland werden diese Streckenabschnitte zu etwas besonderem machen!

Besondere Etappen
Die Dakar 2014 wird längere Spezialen und kürzere Überführungsstrecken haben. Bei den Motorrädern wird es 5228 Kilometer geben, die Quads messen sich über 5522 Kilometer und die Autos und Lastwagen kämpfen über 5212 Kilometer um den Gesamtsieg. Die Überführungsstrecke ist für alle kleiner als 4000 Kilometer.
Besondere Etappen sind die 4. von San Juan nach Chicelito – hier müssen Autos und Quads insgesamt 657 Kilometer Rennen fahren – die längste Etappe seit 2005!
Die 8. Etappe wird durch die bolivianische Salzwüste führen. Für die Fahrer gibt es dort hauptsächlich navigatorische Probleme, aber für die Kameras wird es dort viel zu filmen geben!
Die 10. Etappe von Iquique nach Antofagasta wird alle Fahrer über 631 Kilometer fordern und wahrscheinlich für eine Vorentscheidung sorgen.
So wie es aus dem Strecken Profil zu entnehmen ist, wird die 35. Dakar Ausgabe eine sehr schnelle Rallye werden.

Die Kontrahenten

Autos
Das Monster Energy X-Raid Team stellt in diesem Jahr nicht nur das Auto für den Titelverteidiger Stéphane Peterhansel (FRA) und seinem Beifahrer Jean-Paul Cottret (FRA) sondern auch das des wahrscheinlich größten Kokurrenten: Nasser Al-Attyah! Mit dem MINI ALL4 haben nun beide Top-Fahrer das gleiche Material – das wird die Spannung stark erhöhen!!! Aber damit lässt es X-Raid nicht genug sein. Wie in den vergangenen beiden Jahren wird die Mannschaft aus Trebur mit vier stark besetzten MINI ALL4 Racing an den Start gehen. Neben Peterhansel und Cottrett sind auch wieder die zwei Duos Nani Roma (ESP) / Michel Périn (FRA) und Krzysztof Holowczyc (POL) / Konstantin Zhiltsov (RUS). Neu im Monster Energy X-raid Team ist der Argentinier Orlando Terranova, der zusammen mit Paulo Fiúza antritt.
Insgesamt wird X-Raid sogar 12 Wagen ins Rennen schicken. Auch 2014 wird wieder das deutsche Duo Stephan Schott / Holm Schmidt in einem MINI ALL4 Racing an den Start gehen. Schott bestreitet seine insgesamt sechste Dakar und seine zweite im MINI ALL4 Racing. In dieser Saison konnte er vor allem mit einem starken siebten Rang bei der Abu Dhabi Desert Challenge auf sich aufmerksam machen. Weiterer deutscher Starter ist Dirk von Zitzewitz, der mit seinem Fahrer Giniel de Villiers im Toyota auch gute Chancen auf den Gesamtsieg hat. Das gilt auch für Timo Gottschlalk und Carlos Sainz, die in einem stark verbesserten Buggy antreten. Eher als Außenseiter muss Rainer Wissmanns gelten, der mit seinem Beifahrer Fabrice Roche aber immerhin einen leistungsstarken Bowler fährt.  


Motorräder
In den letzten Jahren machten Cyril Despres und Marc Coma den Sieg unter sich aus. Im Letzten Jahr war Coma allerdings wegen einer Verletzung nicht dabei – er will mit seiner neuen KTM die Yamaha von Despres alt aussehen lassen!
Aber die jungen haben aufgehohlt. Juan Barreda Bort spielte mit seiner Honda schon im letzten Jahr eine gute Rolle und Fancico Lopez, der Chilene hat wie immer eine Portion Extra-Motivation dabei. Er wird mit seiner KTM alles geben und will mehr als nur eine Etappe gewinnen.
Zwei deutsche Teilnehmer gibt es auh bei den Bikes. Jörg Majoli ist Ausdauersportler, Triathlet und stammt aus einer Biker-FAmilie. Er sieht die Länge der Etappen als Chance für sich und seine KTM. Sein Ziel ist es, anzukommen. Das gilt auch für den 50-jährigen Münchner Ingo Zahn, der bereits seine dritte Dakar fährt. 2010 schied er mit Schulterbruch aus, im letzten Jahr wurde er 85.

Quads
Bei den Quads ist Marco Patronelli wieder der Favorit. Er wird lediglich ein Auge auf den Chilenen Ignacio Casale werfen müssen. Die Buchmacher haben allerdings auch Rafal Sonik aus Polen auf der Rechnung. Deutsche starten in dieser Disziplin nicht.

Trucks
Die Buchmacher sehen die Kamaz von Eduard Nikolaev und Ayrat Mardeev bei den Trucks wieder ganz vorne – dabei gab es letztes Jahr ein äußerst knappes Rennen mit dem Iveco von Gerard de Rooy. Er wird sich ebenso wenig verstecken wie der Tscheche Martin Kolommny mit seinem Tatra! Deutsche haben wohl keine Siegchance, aber unter die Top-Ten kann Detlev Ruf als Beifahrer von Hans Stacy gut gelangen. Auch Artur Klein mit Marcel van Vliet kann sich darauf Chancen ausrechnen. Mit ein wenig Glück gelingt das auch dem rein deutschen MAN Truck von Mathias Behringer, Jürgen Schröder und Michael Karg – wenn ihre Aufgabe als Racetruck von Schott/Holm sie nicht zu sehr bremst. Klaus Bauerle und Michael Baumann wollen mit ihrem MAN den Erfolg aus dem letzten Jahr wiederholen, als sie 26. wurden. Beide Trucks sind MAN, genau wie der Truck von Udo Kühn, Phillop Rettig und dem Portugiesen Roberti Hernan – sie starten mit Nummer 553. Schließlich steuert auch Thomas Wallenwein gemeinsam mit Sean Smith Baillie (SA) und dem Spanier Gabriel Moiset einen MAN.


Statistik:

152 Autos
41 Quads
190 Motorräder
71 Renn-Trucks

50 Nationalitäten an Teilnehmer
720 Teilnehmer insgesamt
9 Frauen bei Autos und Motorrädern Quads

30 Ärzte versorgen alle Teilnehmer

210 Organsisations-Fahrzeuge

3000 Teilnehmer und Besucher täglich im Biwak

80.000 Essen werden täglich während der Rallye zu bereitet

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