Motor & Sport

Abu Dhabi Desert Challenge 2012

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09.04.2012 - Auftakt zur Abu Dhabi Desert Challenge 2012.

Abu Dhabi Desert Challenge 1. Etappe

Die ersten 285 Kilometer durch die Wüste westlich von Dubai forderten sofort alles von den Fahrern. Es ging sofort in tiefe Dünen mit weichem und weichstem Sand. Und das alles bei extremer Hitze.
Genau die Bedingungen, bei denen Jean-Louis Schlesser glänzen kann. Er fuhr eine fehlerlose Etappe und gewann folgerichtig mit über einer halben Stunde Vorsprung. Als härteste Konkurrenten für Schlesser kristallisiert sich der Mini des X-Raid-Teams mit Al-Mutaiwei und Andreas Schulz heraus. Die beiden kamen auf den zweiten Platz der Etappe. Das ist ein Erfolg, denn sie blieben mehrmals im Sand stecken. „Ich bin drei mal an der selben Stelle stecken geblieben“ ärgerte sich Al-Mutaiwei, „Der Sand war sehr weich, und ich wollte einen Weg etwas weiter links nehmen, aber dort steckte schon ein Motorrad und wir blieben ebenfalls stecken. Aber ich bin nicht unglücklich, denn ich spüre, dass ich den gleichen Speed drauf habe wie vor sieben Jahren! Der weiche Sand begünstigt ohnehin den Buggy.“ Das deutsche Duo Stephan Schott und Holm Schmidt erreichten im KS Tools BMW X3 CC den zehnten Platz, zwei Positionen hinter ihm kam das russische Duo Ilya Kusnetsov und Roman Elagin im BMW X3 CC ins Ziel.

Die erste Prüfung führte die Teilnehmer gleich tief in die Dünen und in weichen Sand. So blieb auch Mutaiwei einige Male stecken und musste sich nach den 285 Kilometern gegen die Uhr mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Für Schott und Kusnetsov gab es zum Ende der Etappe noch einen Schreckmoment. Zuvor hatten sich beide mit ihren Zeiten in der Spitzengruppe aufgehalten, doch dann überschlugen sich beide BMW X3 CC unabhängig voneinander. Beide Fahrzeuge sind im Biwak und werden vom Team wieder rennfertig aufgebaut. Boris Gadasin im G-Force und Artur Ardavichius im Hilux kamen auf Rang 16 und 17. Ein Sieg scheint für die beiden Osteuropäer eher unwahrscheinlich.

Ergebnis 1. Etappe Autos
J.-L. Schlesser (FRA)/K. Zhilstov (RUS) Schlesser Buggy - 3h 55m 12s
2. K. Al-Mutaiwei (UAE)/A. Schulz (DEU) MINI ALL4 Racing - 4h 27m 45s
3. Y. Al-Helli (UAE)/K. Al-Kendi (UAE) Nissan – 4h 32m 56s
…
10. S. Schott (DEU)/H. Schmidt (DEU) BMW X3 CC – 5h 47m 59s
…
12. I. Kusnetsov (RUS)/R. Elagin (RUS) BMW X3 CC – 5h 52m 15s

Marc Coma: die Letzen werden die Ersten sein

Bei den Motorrädern profitierte Marc Coma von seiner Taktik beim Prolog und gewann die erste Etappe mit 1:09 Minuten Vorsprung vor dem Portugiesen Helder Rodrigues. Den Yamaha-Piloten identifizierte Coma schon vor dem Rennen als seinen härtesten Gegner.
Auf der Strecke zeigte aber zunächst Jazcek Czachor mit seiner KTM, dass er auch Ansprüche im Gesamtklassement anmelden würde. Er führte über die ersten 180 Kilometer. Leider stürzte der Pole in einer Düne und verletzte sich das Bein. Er musste die Rallye widerwillig aufgeben.
Dritter wurde der Brite Sam Sunderland auf Honda. Dahinter, auf Rang 3 und 4 liegen die beiden Fahrer des Speedbrain-Team, Joan Barreda und Paolo Goncalves mit ihren Husqvarnas.
Andrea Mayer erreichte mit ihrem Quad das Ziel als 37. „Das Quad sehr hart und ich spüre jeden Schlag in meinem kreuz. Obwohl das Yamaha Quad nicht groß auf einen Rallyeeinsatz umgebaut wurde , macht es riesig Spaß durch die Dünen zu kurven. Aber es wird mein einziger Quad Renneinsatz bleiben“, resümierte sie am Abend. Knapp dahinter kam der Österreicher Ferdinand Kreidel ins Ziel. Stephan Preuss kam mit seiner KTM als 54 im Biwak an. Der Deutsch-Dubaier Tim Trenker hatte mit großen Problemen zu kämpfen und kam ungewohnt weit hinten auf den 66. Rang

Ergebnis 1. Etappe Motorräder
1, Marc Coma, Spain, KTM 450, 3:33:22

2, Helder Rodrigue, Portugal, Yamaha, +01:09

3, Sam Sunderland, Britain, Honda +02:42

4, Paulo Goncalves. Portugal, Husqvarna +6:48

5, Jordi Viladoms, Spain, KTM +10:29


…..
37. Andrea Mayer, Yamaha

40. Ferdinand Kreidl, KTM
54. Stephan Preuss, KTM
66. Tim Trenker, KTM

Abu Dhabi Desert Challenge 2. Renntag

Mini gewinnt die 2.Etappe, Schlesser weiter in Führung

Nach zwei zweiten Plätzen sichern sich das X-raid Team und das Duo Khalifa Al-Mutaiwei (UAE) / Andreas Schulz (GER) im MINI ALL4 Racing den ersten Etappensieg bei der Abu Dhabi Desert Challenge. Sie gewannen mit einem Vorsprung von über sieben Minuten auf Jean-Louis Schlesser. Von Beginn der 283 Kilometer langen Prüfung durch ein spektakuläres rotes Dünenfeld in der Liwa-Wüste an lag Al-Mutaiwei an der Spitze der Zeitenliste. Mit seinem Sieg konnte er den Rückstand auf Schlesser auf rund 24 Minuten verkürzen. Das russische Duo Elya Kusnetsov und Roman Elagin kam im BMW X3 CC auf den siebten Rang und platzierte sich damit zwei Positionen vor den beiden Deutschen Stephan Schott und Holm Schmidt im KS Tools BMW X3CC. Schott legte während der Etappe zweimal Ruhepausen ein. Ein am Ziel völlig erschöpfter Schott meinte am Ziel: „Ich war konzentrationsmäßig nicht mehr in der Lage das Auto durch den sehr weichen Sand zu fahren.Ich wollte auch meinem Co-Pilot Holm Schmidt in keine Gefahrenlage bringen. Wir haben 70 Grad Wärme in Cockpit gemessen. Ich wollte nicht wieder einen Überschlag wie gestern riskieren.“
Wie hart diese Rallye ist, zeigt die Tatsache, dass am Morgen des zweiten Tages nur noch 20 Autos an den Start gehen konnten. Am Ende des Tages sind nur noch 14 Autos in den Teilnehmerlisten. Boris Gadasin ist nicht mehr dabei, Artur Ardavichius ist Letzter.

Gesamtstand 3. Etappe Autos
1. J.-L. Schlesser (FRA)/K. Zhilstov (RUS) Schlesser Buggy - 8h 32m 31s
2. K. Al-Mutaiwei (UAE)/A. Schulz (DEU) MINI ALL4 Racing - 8h 57m 07s
3. Y. Al-Helli (UAE)/K. Al-Kendi (UAE) Nissan – 9h 37m 43s
…
7. I. Kusnetsov (RUS)/R. Elagin (RUS) BMW X3 CC – 11h 32m 49s
9. S. Schott (DEU)/H. Schmidt (DEU) BMW X3 CC – 512h 26m 10s
…

Team Speedbrain in Führung – Coma knapp dahinter


Den Motorradfahrern wehte ein heißer Wind ins Gesicht auf den 283 Kilometern Spezialprüfung. Es ging beinahe nur durch die Wüste. Marc Coma, der Etappensieger vom Vortag erlitt das Schicksal des Erststarters: alle hefteten sich an seine Spur, verfolgten ihn, holten auf und nahmen im so Zeit ab. Am Besten gelang dies Rubens Faria auf seiner KTM. Er gewann die Etappe vor Jordi Viladoms, KTM, und dem VAEler James West, Honda. Juan Bareda kam mit seiner Husqvarna auf den 6. Rang. Das genügte ihm jedoch, um dem 11. platzierten Marc Coma in der Gesamtwertung um 20 Sekunden zu überholen und die Führung zu übernehmen.
Marc Coma sah den Verlust der Gesamtführung gelassen. „Heute war es schwierig. Der Wind hat die Dünen verändert. Mein Ziel war es, so wenig Zeit wie möglich zu verlieren. morgen ist die längste Etappe – da könne eine Vorentscheidung um den Sieg fallen.“ Tim Trenker, Bürger der Vereinigten Arabischen Emirate mit Wurzeln in Deutschland, hatte heute wieder Pech. Sein neuer Motor hatte Ventilprobleme und er konnte die Etappe wieder nicht beenden. Frustriert vom zweiten Motorschaden will er die Rallye beenden.
„Warum sollte ich hier ein Risiko eingehen, nachdem ich schon so viele Strafzeiten aufgebrummt bekommen habe. Ich kann nicht mehr unter die besten 5 Fahrer kommen.Ich gebe auf und konzentriere mich jetzt auf die Aufgaben als Manager für mein KTM Team“ meinte der KTM-Händler mit Firmensitz in Dubai. 
Auch Stephan Preuss musste seine KTM in den Dünen zurücklassen. Er hatte Vergaserprobleme und kein Standgas mehr.
Immerhin wurde der Ausfall mit einem Hubschrauber Rückflug belohnt. Auf dem Besenwagen war kein Sitzplatz mehr frei. „Super, ich wurde mit dem Heli zurückgeflogen und dann mit dem „Wüstentaxi“ direkt an mein Zelt im Biwak gebracht“ resümierte der immer gut aufgelegte Preuss am Abend.
Ferdinand Kreidl bekam heute 26 h strafe aufgebrummt, weil sein Motorrad auf den Besenwagen verladen wurde. Kreidl stürzte in den Dünen und er konnte seine KTM nicht mehr starten. Als das Motorrad verladen war stellte Kreidl fest, das der Notausschalter festklemmte. Trotz Fehlerbehebung war die Etappe für ihn beendet.
Die am Abend verhängte 26 Stunden Strafzeit bremsten seine Motivation doch etwas.
Andrea Mayer fuhr erneut ein sehr gutes Rennen und erreichte mit ihrem Quad den 32 Platz in der Motorradwertung.


Gesamtstand 2. Etappe Motorräder
1. Joan Barreda, Husqvarna, 7:57.06 h
2. Coma, KTM
3. Villadoms KTM
4. Helder Rodrigues, Yamaha
5. Goncalves KTM
6. Faria KTM
7. Przygonski KTM
…..
31. Andrea Mayer, Yamaha
61. Stephan Preuss, KTM
62. Tim Trenker, KTM
63. Ferdinand Kreidl, KTM

Abu Dhabi Desert Challenge 3. Renntag

Schlesser gewinnt die Etappe, Al-Mutaiwei bleibt dran

Die dritte Etappe, ein Rundkurs über 345 Kilometern, ging wie gehabt durch Dünen von feinstem Sand.
Jean-Louis Schlesser ließ sich davon nicht beeindrucken. Er genoss jeden Kilometer und gewann die zweigeteilte 3. Etappe. Nur gute zwei Minuten dahinter kamen schon Andreas Schulz und Sultan Al-Muteiwei ins Ziel. Dritter der Etappe, mit weiteren zehn Minuten Abstand wurden Kusnetzov/Elagin vom X-Raid-Team. Dessen gutes Tagesergebnis rundeten Schott/Schmidt auf dem 6. Rang ab.
In der Gesamtwertung schob sich der SMG-Buggy des Französisch-Belgischen Teams Sireyjol/Beguin auf den dritten Rang.

Gesamtstand 3. Etappe Autos
1. J.-L. Schlesser (FRA)/K. Zhilstov (RUS) Schlesser Buggy - 13h 54m 50s
2. K. Al-Mutaiwei (UAE)/A. Schulz (Ger) MINI ALL4 Racing - 14h 11m 30
3. P. Sireyjol (FR)/F. Beguin (Bel) SMG Buggy – 15h 23m 40s
…
6. I. Kusnetsov (RUS)/R. Elagin (RUS) BMW X3 CC – 16h 58m 11s
8. S. Schott (DEU)/H. Schmidt (DEU) BMW X3 CC – 18h 28m 20s
…

Marc Coma wieder vorne – Speedbrain-Fahrer gut dabei


Der KTM-Fahrer Marc Coma gewann die 3. Etappe mit 8:47 Minuten Vorsprung vor Joan Barreda (Husqvarna) und David Casteu (Yamaha). Coma kam von seinem 11. Startplatz gut ins Rennen. „Wenn man von weiter hinten startet, muss man alles geben. Das tat ich. Morgen werde ich wohl wieder etwas von meinem Vorsprung einbüßen – ich hoffe, ich habe heute genug Zeit herausgeholt, um trotzdem vorne zu bleiben.“
Vierter wurde der polnische KTM-Fahrer Jakub Przgonski. Er schaffte es bis auf den sechsten Rang in der Gesamtwertung. Andera Mayer kommt weiter gut mit ihrem Yamaha-Quad zurecht und wurde 37. Besonders gut lief es heute für Ferdinand Kreidl. Der Österreicher kam hervorragend mit den Dünen zurecht und kam auf auf den 44. Rang der Tageswertung. Der weiche Sand und die Hitze brachten ihn allerdings an den Rand der Erschöpfung. Weniger gut lief es für Stephan Preuss. ER legte heute nur 19km Wertungsprüfung ab.
Bei der ersten Runde stellte er nach 18 km fest, das seine Kupplung Öl verliert. Und somit kehrte er ins Biwak zur Problembehebung zurück. Gleich nach dem Start zur 2. Runde hatte er das Gefühl, das seine Batterieleistung nachlässt und kehrte zum Biwak zurück. Wie sich herausstellte war nur eine Sicherung defekt.




Gesamtstand 3. Etappe Motorräder
1. Marc Coma, KTM, 12:47.17 h
2. Joan Barreda, Husqvarna
3. Villadoms KTM
4. Goncalves KTM
5. Faria KTM
6. Przygonski KTM
…..
28. Andrea Mayer, Yamaha
55. Ferdinand Kreidl, KTM
60. Stephan Preuss, KTM

Abu Dhabi Desert Challenge 4. Renntag

Wieder Sieg für Schlesser – Al-Mutaiweis Mini wieder zweiter

Auf der vierten Prüfung der Abu Dhabi Desert Challenge sicherten sich Khalifa Al-Mutaiwei (VAE) und Andreas Schulz (GER) im MINI ALL4 Racing erneut den zweiten Rang. Der Tagessieg geht an Jean-Louis Schlesser. Die beiden Russen Ilya Kusnetsov und Roman Elagin erreichten im BMW X3CC den siebten Platz.
Al-Mutaiwei führte lange die Zeitenliste während der 317 Kilometer langen Prüfung an. Doch auf den letzten Kilometern blieb er an einer Düne stecken und verlor 20 Minuten. Damit fiel er auf den zweiten Rang zurück. Vor der letzten Prüfung hat er einen Vorsprung auf Patrick Sireyjol von 1h16m 55s. Auch Kusnetsov hatte seine Probleme auf der Etappe und wurde im Ziel als Siebter gewertet. In der Gesamtwertung verbessert sich der Russe damit vom sechsten auf den fünften Rang. Die beiden Deutschen Stephan Schott und Holm Schmidt belegten mit dem KS Tools BMW X3CC den 10.Platz auf der heutigen Etappe. Die beiden vom KS Tools Team mussten dadurch ihre Hoffnung aufgeben, noch unter die besten fünf zu kommen. Ein Kupplungsschaden kurz vor der ersten Servicepunkt kostete viel Zeit. Nach Reparatur haben beide nur noch das letzte Teilstück der Rallyestrecke absolviert. Dadurch verpassten sie einige Checkpoints und bekamen noch Strafzeiten dazu.

Gesamtstand 4. Etappe Autos
1. J.-L. Schlesser (FRA)/K. Zhilstov (RUS) Schlesser Buggy - 18h 30m 19s
2. K. Al-Mutaiwei (UAE)/A. Schulz (Ger) MINI ALL4 Racing - 19h 08m 22s
3. P. Sireyjol (FR)/F. Beguin (Bel) SMG Buggy – 20h 25m 17s
…
5. I. Kusnetsov (RUS)/R. Elagin (RUS) BMW X3 CC – 23h 23m 40s
10. S. Schott (DEU)/H. Schmidt (DEU) BMW X3 CC – 39h 05m 49s


Lange Etappe ohne große Zeitabstände – drei Portugiesen vorne

Die 4. Etappe war mit 317 Kilometern und einer Fahrzeit von 4:22 für den Sieger eine recht lange. Und doch trennten den Sieger Helder Rodrigues und Marc Coma auf Rang 11 nur 15:26 Minuten. Das genügte dem Spanischen Dakar-Sieger, um mit 34 Sekunden die Führung in der Gesamtwertung zu behaupten. Auf dem zweiten Rang liegt Joan Barreda vom Speedbrain-Team. Und auf Rang drei befindet sich der zweite Fahrer des deutschen Teams, Paulo Goncalves. Andrea Mayer landete ihr Quad auf Platz 29, damit schaffte sie es auf Rang 25 der Gesamtwertung! Stephan Preuss griff wieder ins Renngeschehen ein. Die mega-weichen Dünen, wie ers sich ausdrückte, forderten ihm alles ab. Aber am Ziel war er überglücklich und stolz diese Etappe sturzfrei und ohne technische Probleme bewältigt zu haben. Und das auf Platz 42!
Noch besser war Ferdinand Kreidl. Er kam auf Platz 35 ins Ziel und war sehr glücklich. „Die hohen Dünen haben mir heute richtig Spaß gemacht!“ Wie hart dieser Tag war, zeigt die hohe Zahl der Ausfälle: 2 Quads und 6 Motorräder mussten aufgeben. Ein Grund dafür ist die Windrichtung: wenn der Wind von hinten kommt, kühlt er weniger und die Motoren überhitzen.




Gesamtstand 4. Etappe Motorräder
1. Marc Coma, KTM, 
2. Joan Barreda, Husqvarna
3. Goncalves KTM
4. Faria KTM
5.Villadoms KTM
6. Przygonski KTM
…..
25. Andrea Mayer, Yamaha
50. Ferdinand Kreidl, KTM
55. Stephan Preuss, KTM


Abu Dhabi Desert Challenge 5. Renntag


Schlessers Buggy im Sand eine Macht – X-Raid Team zufrieden

Jean-Louis Schlesser hat mal wieder eine Rallye gewonnen. Er ist Rekordsieger der Abu Dhabi Desert Challenge, schon 1994 gewann er die erste, damals sogar ohne Beifahrer. Aber auch dieser wiederholte Sieg machte den Franzosen stolz. „Ich bin wirklich sehr glücklich über diesen Sieg. Wir haben das Auto seit letztem Jahr weiter verbessert. Der Buggy ist auf den Dünen extrem effizient.“ Drei von fünf Etappen gingen an den Schlesser-Buggy. Das X-raid Duo Khalifa Al-Mutaiwei (VAE) und sein deutscher Co-Pilot Andreas Schulz beendeten die Abu Dhabi Desert Challenge im MINI ALL4 Racing auf dem zweiten Gesamtrang. Al-Mutaiwei, der nach acht Jahren Pause dieses Jahr wieder in den Rallye-Sport und zum X-raid Team zurückkehrte, wollte im MINI ALL4 Racing auf der letzten Etappe nochmal angreifen, jedoch mussten er und Schulz einen Lüfter austauschen und beendeten die fünfte Wertungsprüfung auf dem sechsten Rang. Die beiden gaben nie auf und verlangten dem erfahrenen Sieger während der gesamten Rallye alles ab. Aber immer wieder blieben die beiden in entscheidenden Rennphasen im Sand stecken, auch auf der letzten Etappe. Für das X-Raid-Team war die Rallye aber ein Erfolg.
Die beiden Russen Ilya Kusnetsov und Roman Elagin erreichten im BMW X3 CC den fünften Platz in der Gesamtwertung. Stephan Schott und Holm Schmidt aus Deutschland landeten im KS Tools BMW X3 CC auf der zehnten Position. Die beiden überschlugen sich am letzten Tag zum zweiten Mal auf dieser Rallye. 
Holm Schmidt : „Bei der Anfahrt auf eine Düne war zuerst der Sand sehr weich und wir mussten mit Schwung dadurch.Plötzlich war der Sand hart und wir schossen mit hoher Geschwindigkeit über den Dünenkamm. Wir schlugen mit der Front unseres BMW X5 mit voller Wucht auf und legten uns auf die Seite.“
„Es war insgesamt eine wirklich harte Rallye“, fasst X-raid Teamchef Sven Quandt die letzten sechs Tage zusammen. „Wir sind froh, dass wir alle drei Fahrzeuge ins Ziel gebracht haben. Mit dem zweiten Rang von Khalifa bin ich auch sehr zufrieden.“ Wie schwer und hart die Rallye war, zeigt die hohe Zahl der Ausfälle. Von 43 gestarteten Autos erreichten nur 17 das Ziel.

Endstand Autos
1. J.-L. Schlesser (FRA)/K. Zhilstov (RUS) Schlesser Buggy - 18h 30m 19s
2. K. Al-Mutaiwei (UAE)/A. Schulz (Ger) MINI ALL4 Racing - 19h 08m 22s
3. P. Sireyjol (FR)/F. Beguin (Bel) SMG Buggy – 20h 25m 17s
…
5. I. Kusnetsov (RUS)/R. Elagin (RUS) BMW X3 CC – 23h 23m 40s
10. S. Schott (DEU)/H. Schmidt (DEU) BMW X3 CC – 39h 05m 49s

Marc Coma siegt – Speedbrain auf Platz zwei UND drei

Der KTM-Werksteamfahrer Marc Coma aus Spanien zeigte wieder seine Überlegenheit auf sandigem Terrain. Er gewann die Abu Dhabi Desert Challange zwar nur mit 10 Minuten Vorsprung vor Joan Barreda, aber dennoch souverän. 
Fünf Tage lang steuerte er seine KTM 450 Rally durch die extremen Temperaturen des Wüstenfrühlings. Coma zeigte dabei alles, was ein Rallye-Champion haben muss. Er war schnell wenn nötig, meistens aber vorsichtig und der Sicherheit den Vorrang einräumend. Auch am letzten Tag gewann er die Etappe durch geschicktes taktieren. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf dieser Rallye“ gab Coma zu Protokoll. „Auf der letzten Etappe bekommt man oft Probleme mit der Konzentration, auch wenn sie nur so kurz ist wie die heutige.“ Coma schätzte die Rallye als sehr schwer ein. Zum einen wegen der Hitze und der schwierigen Dünen aber besonders wegen der Güte der anderen Fahrer.
Das bezog sich besonders auf die beiden Fahrer vom Team monster-Energy-Speedbrain.
Joan Barreda und Paulo Goncalves und ihre Husqvarnas waren der ganze Stolz von Teamchef Wolfgang Fischer. Der war ihm deutlich anzusehen, als bei der Siegerehrung seine beiden Fahrer den Lohn für die Anstrengung des gesamten Teams einfuhren.
Auf der letzten Etappe versuchte Barreda sogar noch einen Angriff auf Marc Coma. Auf den High-Speed-Strecken konnte er auch Zeit gutmachen aber schließlich musste er Coma nachgeben. Währenddessen kontrollierte Goncalves seinen portugiesischen Landsmann Faria und sicherte so das doppelte Podium für Speedbrain.
Wolfgang Fischer: „Das ist Wahnsinn! Unsere erste echte Top-Platzierung seit wir das Rallye-Projekt angegangen sind. Aber schon bei der Dakar hat die TE 449 RR gezeigt, was sie drauf hat. Der heutige Erfolg ist die logische Entwicklung.“ Andrea Mayer beendete ihr erstes und wohl auch letztes Rennen auf einem Quad als achtbare 24. in der Motorrad-Gesamtwertung. Ferdinand Kreidl war mit der letzten Etappe nicht glücklich. Eine schlecht eingestellte Gabelfederung führte zu mehreren Stürzen. Umso größer war sein Stolz, es ins Ziel geschafft zu haben – und die Rally auf Rang 47 zu beenden. Stephan Preuss schloß als 51 von 56 ab.

Endstand Motorräder
1. Marc Coma, KTM, 
2. Joan Barreda, Husqvarna
3. Goncalves KTM
4. Faria KTM
5.Villadoms KTM
6. Przygonski KTM 

…..
24. Andrea Mayer, Yamaha
47. Ferdinand Kreidl, KTM
51. Stephan Preuss, KTM


Das Fazit der Rally:
Eine gut organisierte Rallye, die mehr Teilnehmer verdient hat. Sehr gutes Biwak mit sauberen Duschen und Toiletten, ein gutes und abwechslungsreiches Essen.
Für verwöhnte Teilnehmer gibt es ein edles 5 Sterne Wüsten-Hotel in 2 km Entfernung.
Und der sportliche Wert steht ebenfalls außer Frage.

http://www.youtube.com/watch?v=UMswIXr2IYY

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