Motor & Sport

El Chott Rallye 2010

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06.11.2010 - Die Amateur Rallye El Chott 2010 ist gestartet.

Anfahrt

Die Rallye El Chott hat ihren alten Namen wieder. Dafür hat sie in Jörg Schuhmann einen neuen Verantwortlichen. Jörg Steinhäuser, der Gründer und langjährige Veranstalter möchte Schuhmann in der Übergangsphase mit seinen tunesischen Beziehungen behilflich sein .
Chott ist eine Landschaftsform mit Salzseen, die besonders für Tunesien prägend ist.
Und durch dieses kleine Nordafrikanische Land führt die Rallye. Zuvor ist es jedoch Tradition, dass die Fahrer bereits gemeinsam anreisen. Ab der Fähre in Genua lernen sich die Teams kennen und die ersten allgemeinen Rallye-Informationen mitgeteilt. Für manchen ist bereits die Fahrt über die Alpen ein Teil des Renngenusses.

26 Teams in sieben Kategorien sind 2010 bei der El Chott am Start. Die meisten in der Klasse der modified Cars mit 9, die wenigsten in der Klasse der LKW ab 7,5 Tonnen. In dieser Klasse werden die Tschechen Vr_eck_ / Spá_il / Baumgartner den Sieg einzig mit der Strecke auskämpfen. Interessant wie immer die Klasse der Prototypen. Das Kölner Team Porschen/Körver tritt mit einem Landrover-Fahrgestell unter einem VW Käfer-Body an. Allein optisch schon ein Gewinner. Auf die 12 Etappen mit 2300 Wertungskilometern wagen sich auch 6 Touristik-Teams.

Die Strecke vom Landungsort Tunis bis an den Rand der Wüste in Gafsa am Rand des Chott el Djerid war eine reine Überführungsetappe. Die knappen 400 Kilometer waren also nur zum Akklimatisieren für Mensch und Material.


1.Etappe

Auch am zweiten Tag sollten 400 Kilometer von Gafsa nach Douz überwunden werden. Die Fahrt führte am Rande des Chott entlang. Auf der Strecke wurde zunächst ein 20 Kilometer langer Prolog gefahren und dazu noch 230 Kilometer Wertungsprüfung für alle Klassen. Die Piste war äußerst hart. Viele Gräben und Auswaschungen beanspruchten das Material stark. Insgesamt war dennoch die Navigation das größte Problem. Alle Teams erreichten aber das Tagesziel.

Bei den Motorräder lag der Schweizer Steiner auf KTM in Führung, bei den „normalen“ Autos das Ehepaar Böhringer auf Nissan Terrano, bei den modifizierten Autos die Polen Sachanbinski/Rabiega auf Toyota LandCruiser und bei den Prototypen das Team Krüger/Viezenc auf Mitsubishi Pajero. Der Fahrer Robby Krüger war damit am ersten Tag schneller als sein Vater Mathias, ebenfalls im Pajero. Der Eigentümer der Firma Daktek nutzt die Rallye, um die Pajeros Evo V2, die er neu aufgebaut hat, in der Praxis zu testen. In der Gesamtwertung liegen Sachanbinski/Rabiega vor R.Krüger/Viezenc und M.Krüger/Mühmel, ebenfalls in einem Mitsubishi Pajero.

Das Jahnke-Motorsport-Team war mit einem Lada Niva und einem Pajero V2O 3,5 Liter Automatik angereist. Während sich der Lada gut schlug musste der Pajero von Walter Schneider und Cornelia Czerny bereits die 1. Wertungsprüfung auslassen. Es gelang dem Team nicht schnell genug, die „Straßenversion des Pajero´s“ an die Verhältnisse der El Chott an zu passen.

2.Etappe

Die nächste Etappe am Dienstag forderte den Fahren und Navigatoren bereits alles ab. Auf 222 Kilometern wurden 218 gewertet. Der Weg von Douz nach Ksar Ghilane führte bereits durch Dünenfelder. Das war zu viel für den Hummer H2 des tschechischen Teams Sobotka/Kupzel in der Kategorie Standard. Sie mussten nach einem Schaden im Automatikgetriebe im Freien übernachten. Alle anderen schafften es ins Ziel, wenn auch zum Teil erst nach Ablauf der Vorgabezeit. Das schlug sich auf die Schlafmenge nieder, denn an Schraubzeit konnte und wollte kein Team sparen.
Wieder führ der Sohn der Krügers seinem Vater davon. Dieser verlor nach einer Freischaufelaktion wertvolle Zeit.
Der Lada Niva des Jahnke-Teams riss sich die Zahnstange und musste bereits nach 80 Kilometern die Handbremse ziehen.

Nach der 2. Etappe übernahm der deutsche Olaf Urbach die Führung bei den Mopeds. Überhaupt gab es in fast allen Kategorien einen Führungswechsel. Bei den Standard-Autos übernahmen Gharib/Földi mit ihrem Landrover Defender 110 die Führung, mit dem gleichen Typ übernahmen Windfeder/Windfeder die Führung bei den Modifizierten und auch bei den Prototypen konnte ein Landrover 110 die Führung holen. Das Team Arendt/Giering komplettierte den Erfolg. Auch der Rallye-Club Mühlheim wird diese Entwicklulng freudig verfolgt haben.

In der Gesamtwertung führt nach der 2. Wertungsprüfung R.Krüger/Viezenc auf Mitsubishi Pajero vor Arendt/Giering auf Landrover und Porschen/Körver auf ihrem Range Rover-Käfer.

3.Etappe

Der vierte Tag der Rallye führte in einem Rundkurs um Ksar Ghilane herum. Ungewöhnlich für eine Wüstenrallye: Regenfälle hatten die Strecke zum Teil unpassierbar gemacht. So wurde die Wertungsprüfung anders gefahren als zunächst geplant. Das verstand ein französischer Pick-up in der Oase schon beim Frühstück falsch: statt dem Rückwärtsgang erwischte er den ersten Gang und zwang die einige Fahrer zu einem beherzten Sprung vom Frühstückstisch!
Die eigentliche Etappe mit 14 Kilometer Dünen wurde von den meisten Teams absolut problemlos gemeistert. Insgesamt gab es aber große Probleme, die zu langen Verzögerungen führten. Olaf Urbach auf seiner KTM erlitt einen Schwächeanfall, der ihn ausgerechnet in den schwierigsten Dünen erwischte. Die beiden andern Motorradfahrer aus der Schweiz meldeten dies zumindest der Rennleitung. Das Gelände war jedoch so schwierig, dass sich nur das Ärztefahrzeug von Klaus Spörl nur bis auf 300 Meter an Urbach nähern konnten. In diesem Augenblick zeigte das GPS-System Explona jedoch an, dass sich Urbach wieder dem Ziel näherte. Große Erleichterung machte sich breit. Später stellte sich heraus, dass Urbach lediglich wegen völliger Übermüdung ein Nickerchen eingelegt hatte.
Das Team Walter Schneider und Cornelia Czerny hatte Pech mit einem zweiten Plattfuss. Da sie nur einen Ersatzreifen dabei hatten, mussten sie umkehren. Zu Ende war die Etappe
Die Etappe gewann bei den Motorrädern der Schweizer Zillig, auch auf KTM. Dieselben Teams wie am Tag zuvor gewannen bei den PKW, sowohl bei Standard als auch bei Modifiziert. Bei den Prototypen gewann der Range Rover-Käfer von Porschen/Körven. Die beiden konnten sich auch in der Gesamtwertung einen Platz nach vorne schieben und belegen jetzt zwischen Arendt/Giering auf eins und R.Krüger/Viezenc auf drei den zweiten Platz.

4. Etappe

Auch der nächste Tag wurde auf einem Rundkurs um Ksar Ghilane geraced. Knappe 180 Kilometer Wertungsprüfung waren zu bewältigen. Die Rennleitung erwartete eine schwere Strecke und kam bei der Vorgabezeit auf die Fahrer zu, um Übernachtungen im Freien von Teams zu vermeiden. Der Tatra und die zwei Hummer machten eine Gesundheitspause und ließen diese Etappe aus. Aber die Strecke erwies sich als leichter als erwartet, alle Fahrer waren sehr zufrieden mit Strecke und Rennen. Die Dünnenkämme waren höher als am Tag zuvor und daher leichter passierbar. Leider gab es am Abend starker Regen und bei kaltem Wind stand die Oase unter Wasser. So ungewöhnlich wie die 18 Grad, die gleichzeitig im novemberlichen Deutschland herrschten.

Die Etappe gewann bei den Motorrädern wieder der Schweizer Steiner. Die Etappe der PkWs konnten Schneider/Czerny auf ihrem Mitsubishi Pajero gewinnen. Christian und Corinna Windfeder trieben ihren Landrover wieder zum Etappensieg bei den modifizierten PKW und tauchen damit auch auf Platz 3 der Gesamtwertung auf. Auf Platz eins konnten Arndt/Giering wieder Zeit auf auf Porschen/Körven gutmachen. Aber knappe 10 Minuten sind durchaus aufzuholen. Die nächsten Etappen werden spannend werden.

5.Etappe

Die Strecke von Ksar Ghilane nach Tataouine betrug keine 100 Kilometer. Zusätzlich eignete sich die harte Piste für eine zügige Fahrt. Die Rennleitung hatte absichtlich nur einen halben Renntag eingeplant damit die Fahrer das vorzügliche Hotel am Zielort genießen könnten. Leider fiel ein Nachmittag am Pool dem Regen zum Opfer.
Die Strecke war ideal für den Tatra von Vr_eck_ / Spá_il / Baumgartner. Der einzige Truck im Feld holte sich den Tagessieg. Auf der Strecke konnten die Tschechen die 1000 PS ihres Tatra´s voll ausnutzen. Bisher hatten sie immer Probleme mit dem Sand. Zu viel Druck auf den Reifen ließ den schweren Truck im Sand einsinken, zu wenig Druck fegte die Pneus von den Felgen.
Der Etappensieg kam zur rechten Zeit, denn am Abend verließ das Trio die Rallye gen Heimat. Dort soll der Truck für die Dakar-Rallye in Südamerika optimiert werden. Die drei waren aber begeistert von der El Chott und wollen nächstes Jahr wieder dabei sein.

Bei den Motorrädern ging der Tagessieg wieder einmal an den Schweizer Zillig.
Bei den Serienwagen gewann Klose/F.Mühmel. Ebenfalls mit Beifahrer Peter Mühmel gewann Matthias Krüger bei den Prototypen. Beide racten in einem Mitsubishi Pajero.
In der Gesamtwertung liegen in unveränderter Reihenfolge die drei Landrover. Porschen/Körver konnten allerdings in ihrem Käfer den Rückstand auf den ersten Platz leicht verringern.

Nach Abschluß der Etappe machten die Behörden Schwierigkeiten. Da die nächsten beiden Etappen in einem militärischen Sperrgebiet liegen, gibt es Vorbehalte gegen die geplante Strecke. Die vor 3 Monaten erhaltene Genehmigung der Organisatoren Jörg Schuhmann und Jörg Steinhäuser wird in Zweifel gezogen. Die beiden Organisatoren verbringen Stunden im Gespräch mit den tunesischen Behörden. Am Abend sieht es aber so aus, als ob die Etappen wie geplant stattfinden könnten. Das wird abzuwarten bleiben.


6.Etappe

Die Etappe von Tataouine wurde wegen der zu erwartenden Kontrollen bei der Einfahrt ins Sperrgebiet zweigeteilt. Der erste Teil führte über 86 Kilometer bestenfalls leicht sandige Piste zum Kontrollpunkt bei Remada. Dort wurden alle Fahrzeuge und Fahrer übergründlich überprüft, was zwei Stunden in Anspruch nahm. Eine weitere knappe Stunde ging mit dem Warten auf den militärischen Begleitkonvoi drauf.
Schließlich ging es doch weiter nach El Borma. Die 156 Kilometer öffentliche Piste war sehr schnell zu fahren. Durch harte Schläge und unangenehme Kurvenradien wurde die Geschwindigkeit aber auch zur Gefahr für die Fahrer. Doch am Ende des Tages äußerten sich alle Teams positiv über die Strecke.
Der Etappensieg des ersten Teilstücks ging an den Schweizer Erik Steiner und seine KTM. Allerdings war die Geschwindigkeit wohl zu groß für seine Maschine. Ein Riß im Motorblock führte zum Totalausfall. Der Erste während dieser Rallye. Den zweiten Teil gewann die KTM des anderen Schweizers, Stefan Zillig.
Wenig Grund zur Freude hat Willi Janke . Er wurde dringend ermahnt, seine defekten Scheinwerfer reglementsgemäß zu ersetzen. Es ist allerdings naturgemäß nicht einfach in den tiefen eines militärischen Sperrgebiets wenige Kilometer von der algerischen Grenze entfernt, zwei Scheinwerfer für einen Lada Niva zu bekommen. Willi Janke gelang es!
Das hervorragende Büffet am Abend hob die Stimmung der Teams sehr an. Ebenso die Nachricht, dass die Etappen durch das Sperrgebiet wie geplant stattfinden könnten.
Das Gesamtergebnis nach Wertungsprüfung ist in der Reihenfolge unverändert. Mit moderaten Zeitabständen finden sich die drei bereits vorab als Favoriten gehandelten Teams an der Spitze des Feldes.

7.Etappe

Der heutige Tag war Abenteuer pur. Die Signale waren schon von vornherein klar zu erkennen. 220 Kilometer durch mindestens sandiges Gelande mit vielen Kilometern schweren Dünenbergen mussten gequert werden. Die Organisation setzte daher ein knappes Zeitlimit: wer nach dem ersten Dünenfeld zu langsam war, konnte Feierabend machen. So wollte man verhindern, dass Teams unter dem Wüstenhimmel übernachten. Es war nämlich mit den Militärs ausgemacht, dass am Abend alle gemeinsam im Camp übernachten würden.
Doch hatte man nicht die Rechnung mit dem Sand gemacht. Er war derart weich, dass die Überquerung der Dünenkämme viel Zeit kostete. Und nicht nur das, auch das Material wurde extrem beansprucht. So hart, dass die beiden MAN-Bergefahrzeuge an diesem Renntag viel zu tun bekamen. Alexander Hitzler und Copilotin Julia Nowak mussten die ersten Havaristen, die Windfeders mit ihrem Defender, gleich in den schwierigsten Dünen zu erreichen versuchen. Als der Defender endlich auf den Bergetruck geladen war, nahte bereits die Dunkelheit. Das gesamte Fuhrwerk wog nun 13 Tonnen. Es gab keinen Zweifel daran, dass es mindestens unklug wäre, einen solchen Koloss bei Dunkelheit durch dieses schwierige Gelände zu lenken. Man beschloss eine Aussenübernachtung. Auch das Team Porschen/Körver mit ihrem Landrover-Käfer musste im Freien nächtigen. Der Verlust des hinteren Antriebs machte eine Weiterfahrt durch die Dünen unmöglich.
Der zweite Bergetruck von Uwe Ziegler mit Copilotin Chistina Buchner konnte die Teams Maurer/Ehlermann auf Landrover Defender und Janke/Schröder mit dem Lada noch rechtzeitig vor Eintritt der Dunkelheit aus den etwas einfacheren Streckenabschnitten bergen und ins Camp bringen.
Die vielen Ausfälle machten den Weg frei für Überraschungen. Der dritte Platz von Walter Schneider und Navigator Hannes Kollmannsberger mit dem Automatic-Pajero war sicherlich eine.
Gesamtführende sind immer noch die Jungs vom „dessertXpress“ Stephan Arendt und Thorsten Giering auf Landrover Defender 110. Dahinter fährt jetzt der Misubishi Pajero von Eisenmann/Gall. Auf Platz drei die KTM von Stefan Zillig.

8.Etappe

Am nächsten Tag stand eine weitere dramatische 8. Etappe über 265 Kilometer quer durch zivilisationsferne Gegenden auf dem Programm. Leider konnte die Etappe nicht stattfinden. Die Zivilisation in Form von Bürokratie hatte etwas dagegen.
Da die Sicherheitsauflagen des tunesischen Militärs nicht eingehalten wurden und vier Teams außerhalb des Camps übernachteten, wurde das Rennen nicht freigegeben. Erst wenn die fehlenden Teams das Camp erreicht hätten, könnte das Rennen gestartet werden, bestimmte das Militär. Die Bergetrucks trudelten jedoch erst gegen Mittag im Camp ein.
Der Hauptmann der militärischen Begleitung fand sein Magellan-GPS Gerät mit sensiblen militärischen Daten, welcher Art diese auch immer gewesen sein mochten, nicht mehr. Natürlich durfte niemand das Camp verlassen, bevor der Hauptmann das Gerät wieder in Händen halten würde.
Andreas Wulf organisierte eine Suchaktion. Alle traten in einer Reihe an und durchwühlten das Oasen-Camp. Es hieß nun nicht weniger, als das GPS-Gerät im Sandhaufen zu finden. Das Gerät tauchte schließlich auf der Windschutzscheibe eines Trucks auf, wo es versehentlich liegen gelassen wurde.
An einen Rennen war nicht mehr zu denken. Die Teams nutzen den unverhofften Ruhetag, um sich und ihre Wagen zu pflegen.

9.Etappe

Der Zehnte Tag der El-Chott-Rallye war wieder weit von jeder Normalität entfernt. Die Rückfahrt gen Norden sollte beginnen. Zunächst wurde eine gute Piste, die normalerweise für die Wartung der Pipline genutzt wird, verwendet. Erst in der zweiten Hälfte der Wertungsprüfung sollte eine Dünendurchfahrt stattfinden. Aber ein plötzlich auftretender Sandsturm sorgte für Sichtweiten unter 20 Metern! Bei solchen Bedingungen wäre eine Fahrt durch Dünen ein zu großes Risiko, entschied die Rennleitung. Die Etappe wurde nach dem Kontrollpunkt bei Kilometer 176 für beendet erklärt. Obwohl der Hummer der Tschechen Kubik/Humplik kurzzeitig nicht sichtbar war, hatte die Rennleitung doch per GPS-Leitsystem immer Kenntnis über die Aufenthaltsorte der Rennteilnehmer.
Der Tagesverlauf war für die Gesamtführenden Arndt/Giering von Vorteil. Ihr Turboladerschaden am Defender 110 blieb so folgenlos.

10.Etappe

Keine 85 Kilometer Wertungsprüfung für eine ganze Etappe? Die Strecke von Ksar Ghilane hat es trotz der kurzen Distanz in sich. Es gab in den letzten Jahren sogar Teams, die gezwungen waren, im Freien zu nächtigen. Die Veranstalter hatten also mit voller Absicht viel Zeit für die Strecke mit viel Sand eingeplant. So manches Team hatte aber nach den Aufregungen der letzten Tage keine Kraft mehr für den Kampf mit den Dünen und womöglich sogar Sandschaufeln. Also nahmen einige den nicht unbeträchtlichen Umweg über die Straße in Kauf, um Douz sicher zu erreichen.
Der Sand war jedoch wieder einmal anders als erwartet. Die Regenfälle der letzten Zeit hatten ihn zu einer harten Oberfläche verholfen. Das erlaubte hohe Geschwindigkeiten. Die so entstehenden harten Schläge belasteten das Material der Teams stark. So brachen sich Walter Schneider/Hannes Kollmannsberger den Federrahmen ihres Pajeros.
Sie kamen aber in Douz an. Das Führende „dessertXpress“-Team Arendt/Giering fuhr die Etappe sogar mit gebrochener vorderer Steckachse zu Ende. Ihren Defender hatten sie am morgen noch über die Startlinie geschoben und sich erst danach an die Reparatur des Turboladers gemacht. Ihre Gesamtführung konnten sie behalten, auch wenn sie auf 30 Minuten zusammenschrumpfte.
Die Etappe gewann wieder die KTM von Stefan Zillig.

11.Etappe

Am letzten Tag ruft nach all dem Rennadrenalin wieder die Heimat. Dem fügte sich auch die Rennleitung und baute auf den 480 Kilometern mit 86 Kilometern Wertungsprüfung keine großen Schwierigkeiten mehr ein. Es gab auch keine Unfälle, keine technischen Ausfälle und auch in der Gesamtwertung änderte sich nicht mehr viel.
Die Etappe gewann erneut der Schweizer Motorradfahrer, allerdings keine 25 Sekunden vor dem polnischen Team Sachanbinski/Rabiega in ihrem Toyota LandCruiser.

Gesamtergebnis:

1. Arendt / Giering Landrover Defender 110 35:28
2. Eisenmann / Gall Mitsubishi Pajero V60 36:09
3. Zillig KTM 450 EXC 36:34
4. M.Krüger / Mühmel Mitsubishi Pajero V20 37:34
5. Porschen / Körver Range Rover – Käfer 39:33
6. R.Krüger / Viezenc Mitsubishi Pajero V20 39:50
7. Windfeder / Windfeder Landrover Defender 110 42:36
8. Novak / Lescovec Toyota LandCruiser HDJ80 45:32
9. Böhringer / Böhringer Nissan Terrano 1 61:59
10. Gharib / Földi Landrover Defender 110 62:44
11. Schneider / Czerney Mitsubishi Pajero 67:23
12. Sachanbinski / Rabieba Toyota Landcruiser 69:23
13. Urbach KTM 450 69:52
14. Klose / F.Mühmel Mitsubishi Pajero V20 86:47
15. Sobotka / Kutzel GMC Hummer H2 103:40
16. Wulf / Borg Nissan Pick Up 108:46
17. Kubic / Humplik GMC Hummer H2 114:55
18. w.Janke / Schröder Lada Niva 1,7 118:32

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